Mexiko, die USA und wir – Wohin steuert die mexikanische Außenpolitik nach den Präsidentschaftswahlen

Prof. Dr. Günther Maihold, FU Berlin

Dienstag, 12. November 2024, 19 Uhr

Saalbau Dornbusch, 1. Etage, Anne-Frank-Saal

Escherscheimer Landstraße 248, U-Bahn-Haltestelle Dornbusch

 

Mit dem Erdrutschsieg bei den Wahlen im Juni 2024 hat Mexikos neue Präsidentin Claudia Sheinbaum sich eine gute Ausgangsbasis für ihre 6-jährige Amtszeit geschaffen. Allerdings wird sie es bald schon mit einem/r neuen Präsidenten/in beim großen Nachbarn zu tun bekommen. Die erste Frau im Präsidentenamt Mexikos muss neben den internen Problemen ihres Landes auch die bilaterale Agenda mit den USA bearbeiten, die wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung, der Migrationsproblematik und der Drogenökonomie stark belastet ist.  Dabei ist Mexiko immer wieder neu gefordert, seine Relevanz und Zuverlässigkeit zu beweisen und sich von den USA nicht überrumpeln zu lassen. Die Suche nach weiteren Partnern in Europa und die Neubestimmung des Verhältnisses stehen dabei ebenso im Vordergrund wie Mexikos Rolle bei der Gestaltung der neuen Weltordnung in einer Fülle von Themenfeldern.

Der Politikwissenschaftler Günther Maihold ist Professor am Lateinamerika-Institut der FU Berlin, war Direktor des Ibero-Amerikanischen Instituts, stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik und Inhaber des Humboldt-Lehrstuhls des DAAD in Mexiko. Er gilt als der beste Kenner Mexikos im deutschen Sprachraum.